Fugenabdichtung

Kleines Detail, große Wirkung

Jedes Bauwerk ist individuell – und stellt Planer, Architekten und Monteure vor immer wieder neue Herausforderungen. Eines bleibt jedoch in allen Projekten gleich: Bauteile und Bauelemente aus den verschiedensten Materialien müssen verbunden werden. Das übernehmen Fugen. Damit sie ihre vielfältigen Funktionen optimal erfüllen können und der Bauanschluss nicht zur Schwachstelle in der Konstruktion gerät, müssen Fugenabdichtungen sorgfältig geplant und mit geeignetem Abdichtungsmaterial professionell ausgeführt werden.  

Wer den Bauanschluss übersieht, hat das Nachsehen  

Bauanschlüssen wurde lange keine große Bedeutung zugemessen. Sie galten als eher nachgeordnetes konstruktives Detail. Das sind sie aber keineswegs. Sie gleichen Bewegungen des Bauwerks aus, tragen zum Schallschutz bei und sorgen für die Luftdichtigkeit eines Gebäudes. So unscheinbar die Fuge sein mag, so entscheidend ist ihre Wirkung. Architekten sind deshalb gut beraten, sie bereits in der Planungs- und Ausschreibungsphase zu berücksichtigen – nicht zuletzt, weil die Energieeinsparverordnung (EnEV) mit ihren Forderungen nach einem nochmals erhöhten energetischen Standard für Neubauten seit Januar 2016 Planer in die Pflicht nimmt.

Kleiner Exkurs: Physik der Abdichtung

Die Funktion von Dichtstoffen wird wesentlich von zwei Faktoren beeinflusst: ihrer Adhäsion – der Haftung zur Oberfläche des Werkstücks – und ihrer Kohäsion – der inneren Festigkeit, die ein Zerreißen verhindert.

Produkte zur Fugenabdichtung unterscheiden sich zudem in ihrem mechanischen Verhalten:

  • Elastische Abdichtungsmaterialien sind dehnfähig und bewegen sich nach einer Belastung wieder in ihre ursprüngliche Form zurück.
  • Plastische Abdichtungsmaterialien verformen sich bei Krafteinwirkung dauerhaft und sind für Anschlussfugen geeignet, die nur wenig Bewegung ausgesetzt sind.

Bis zu einem bestimmten Grad verfügt jeder Dichtstoff über beide Eigenschaften. Deshalb spricht man je nach Verhältnis der Anteile zusätzlich von elastoplastischen und plastoelastischen Fugenabdichtungen.  

Das richtige Abdichtungsmaterial für jede Fuge

Die meisten Dichtstoffe basieren auf Silikonen, Acrylaten oder Polyurethanen. Es gibt sie in unterschiedlichen Zusammensetzungen für spezielle Anwendungsgebiete.

  • Silikon-Dichtstoffe sind sehr vielseitig einsetzbar: als Sanitär-Silikon, zum Abdichten von Fliesen oder für die Verwendung mit Naturstein. Alle besitzen einen hohen Dehnspannungswert, sind witterungs-, alterungs- und UV-beständig, hoch abriebfest, nicht korrosiv, pilz- und bakterienhemmend und haften auf vielen Untergründen. ·      
  • Acryl-Dichtstoffe eignen sich für Dehnungsfugen und Anschlussfugen mit nur geringer Beanspruchung, die keiner oder wenig Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Der Vorteil von Acryl gegenüber Silikon: Es ist überstreichbar. Deshalb lassen sich damit gut Fensterabdichtungen und Türrahmen im Innenbereich verfugen.    
  • Polyurethan-Dichtstoffe gibt es als Einkomponenten-Produkte für die Dämmung im Hoch- und Tiefbau. Sie sind schlagregendicht und zeichnen sich durch eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit aus, weshalb sie sich sehr gut für die RAL Montage im Außenbereich eignen.

Optimale Fugenabdichtung für jeden Einsatzbereich

Fugen sind klein. Aber sie machen bautechnisch einen großen Unterschied. Mit Fugenabdichtungen in Form von spritz-, streich- und spachtelfähigen Dichtstoffen, Bändern, Folien, Leisten, Klebstoffen und Schäumen bietet tremco illbruck Anwendern für jeden Einsatzbereich das optimale Produkt. Worauf unbedingt zu achten ist: Eine sorgfältige Planung und Vorbereitung ist beim Verfugen wichtig – und Qualität zahlt sich aus. Je stärker die Fugenbewegung, desto hochwertiger sollte das Material für die Fugenabdichtung sein.

Mit System zur perfekten Lösung

Systemlösungen bieten viele Vorteile – und die besten Ergebnisse. Zum Beispiel beim Fensteranschluss: Die kleberbasierten illbruck Vorwandmontage-Systeme erfüllen die spezifischen Anforderungen an den Fenstereinbau nach RAL und sind für die statisch sichere, passivhaustaugliche und schalltechnisch perfekte Montage von Fenstern und Türen in der Dämmebene konzipiert.

Auch eine dauerhafte Wind- und Luftdichtheit der gesamten Gebäudehülle lässt sich nur erreichen, wenn alle Übergänge zwischen Werkstoffen luft- und winddicht abgeschlossen sind. Dafür müssen die verwendeten Kleb- und Dichtstoffe harmonieren. Das illbruck airtight Konzept kombiniert sorgfältig aufeinander abgestimmte Produkte zu einer luftdichten Gesamtlösung für Dach, Fassade und Innenwände.   Was ist Ihre nächste Herausforderung? Wir helfen Ihnen, sie zu meistern. Mit Know-how, Erfahrung und innovativen Produktlösungen. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gern: telefonisch oder vor Ort bei Ihnen – auch auf der Baustelle. Sprechen Sie uns an.

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